Das Gründerteam der Norddeutschen Orchesterakademie beantwortet Fragen zu Idee und Hintergründen der Orchestergründung im Chat-Interview

Was soll das eigentlich sein, die “Norddeutsche Orchesterakademie”? Warum Norddeutsch? Und warum Akademie?

Peter
Ein Orchester für Menschen, die Lust darauf haben, gemeinsam richtig gute Musik zu machen. Alter und Beruf spielen dabei keine Rolle – das, was am meisten zählt, ist der Spaß, auf hohem Niveau zusammen zu musizieren. Wichtig ist uns aber auch, dass wir als Gemeinschaft zusammenwachsen.

Fanny
Wir wollen Musiker aus ganz Deutschland bei uns im Norden zusammenbringen. Warum? Weil wir aus Hamburg sind und dank Elbphilharmonie passiert im Moment hier richtig was. Außerdem hält der Norden mit seinen schönen Seen und der Nähe zum Meer viele Möglichkeiten bereit, die Seele baumeln zu lassen.

Jan
Aber wir wollen eben nicht nur spielen und entspannen… Wir wollen auch weiterkommen, Neues lernen! Insgesamt neun Dozenten – alles Profi-Musiker – bringen dafür ihre ganze Lehrerfahrung ein, wie an einer Akademie.

Aber jetzt mal ehrlich, braucht die Welt wirklich noch ein Orchester!?

Fanny
Für engagierte Nicht-Profis ist das Angebot an sehr guten Orchestern nicht gerade üppig… Laienorchester, die wöchentlich proben, stoßen im Repertoire ja oft irgendwann an ihre Grenzen. Projektorchester wiederum, in denen auch Berufstätige sich ganz auf die Musik konzentrieren können, nicht nur nach Feierabend, gibt es kaum. Mit der NDO aber kommt man ganz aus dem Alltag raus und widmet sich einen Sommerurlaub lang (fast) nur der Musik – in der schönsten Zeit des Jahres! Wer will, kann die Familie mitbringen. Wir glauben, dass es viele gibt, die auch nach 20 Jahren immer noch Lust auf dieses besondere Jugendorchester-Feeling haben.

Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen?

Peter
Vor ungefähr einem Jahr saßen wir nach einer Orchesterprobe noch zusammen in einer Kneipe hier in Hamburg und zu später Stunde fingen die Ideen richtig an zu sprudeln, frei nach dem Motto “Man müsste doch mal…” Wir haben das dann gleich alles auf einem Kneipenblock festgehalten. Die Idee hat uns alle so gepackt, dass wir sofort am nächsten Tag ein Konzept zusammengestellt haben und damit auf unseren Wunsch-Dirigenten Kiril zugegangen sind. Der Kontakt zu Kiril kam über Jan zustande, der ihn schon von anderen Projekten kannte. Zum Glück war Kiril genauso begeistert wie wir. Das war der Startschuss.

Worauf freut ihr euch am meisten?

Peter
Das Donnerblech und die Windmaschine, natürlich!

Fanny
Der erste Durchlauf: es geht los und alle sind ein bisschen aufgeregt, wie sie durchkommen

Jan
Das abendliche, gemeinschaftliche Bier nach einem vollen Probentag

Fanny
Die kleinen und großen Aha-Momente, die uns die Dozenten bescheren

Peter
Wenn der Sonnenaufgang in der Elbphilharmonie ertönt und uns klar wird, dass dies der Moment ist, auf den wir so lange hingearbeitet haben

Jan
‘ne ordentliche Runde Kammermusik am späten Abend

Jan
Kirils unvergleichliche Art, Bilder zur Musik zu zaubern

Fanny
Segelregatta am Nachmittag!

Und wie kann man da jetzt mitmachen?

Jan
Die offizielle Bewerbungsphase beginnt im Spätsommer 2017. Jeder, der interessiert ist, kann sich dann bewerben. Voranmeldungen sind aber jetzt schon möglich – dann verpasst man auch keine Deadline. Wir haben schon viele Voranmeldungen bekommen und freuen uns über jede Weitere! Über den genauen Ablauf des Bewerbungsprozesses informieren wir dann rechtzeitig in unserem Newsletter.